Fett ist nicht gleich Fett. Zu diesem Ergebnis kam eine Forschergruppe aus Dänemark, die die Verteilung des Körperfettanteils im Zusammenhang mit Krebserkrankungen untersucht hatte. Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt hierbei nicht allein die Menge des Körperfettes sondern vor allem dessen Lokalisation im Körper.

In der Studie, die beim European Society for Medical Oncology Kongress (ESMO) im September 2017 in Madrid vorgestellt wurde, zeigten die Ergebnisse einen signifikanten Zusammenhang verschiedener Krebsdiagnosen und den Umfang zentraler Adipositas. Das präsentierte Ergebnis der Untersuchung basierte auf einer empirischen, epidemiologisch ausgerichteten, prospektiven Kohortenstudie auf der Grundlage bestimmter Risikofaktoren. Sie hatte das Ziel, typische Erkrankungen bei Frauen in und nach der Postmenopause in Dänemark zu dokumentieren und zielgerichtet präventive Maßnahmen zu erarbeiten.

Zwischen 1999 und 2001 nahmen 5.855 Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 71 Jahren an der Studie teil. Mithilfe der DXA-Scan-Methode, eine Dual-Röntgen-Absorptiometrie, wurde die Knochenmasse, die knochenfreie Magermasse und Fettmasse der Teilnehmerinnen gemessen. Die erfassten Daten teilten die Wissenschaftler in die Rubriken Brust-und Eierstockkrebs, Lungen - und gastrointestinaler Krebs sowie sonstige Krebserkrankungen ein. Angaben zu Krebsdiagnosen und Todesursachen wurden aus Registern des Landes ermittelt. Die mittlere Beobachtungszeit betrug zwölf Jahre.

Das Ergebnis zeigte, dass das Krebsrisiko bei Patientinnen mit zentraler Adipositas um circa 30% erhöht ist. Überraschend war zudem, dass der Body-Mass-Index (BMI) sowie der Körperfettgehalt hierbei eine eher untergeordnete Rolle für eine Krebserkrankung darstellten. Das Ergebnis belegt, dass Stammfettsucht eine entscheidende Bedeutung bei einer Krebsdiagnose hat. Allerdings gilt dies nicht für die Entstehung von Brust- und Eierstockskrebs, sondern vielmehr für Lungen- und gastrointestinale Krebsformen. Das Studienergebnis zeigte eindeutige Zahlen: Bei Lungenkrebs haben Frauen mit einem hohen Bauchfettanteil ein um 68% erhöhtes und für gastrointestinale Tumoren ein um 34% erhöhtes Erkrankungsrisiko gegenüber Frauen ohne zentrale Adipositas. Weitere Risikofaktoren waren ein höheres Lebensalter, eine Hormonersatztherapie sowie das Rauchen.

Aus der Studie lassen sich präventive Maßnahmen für Frauen nach der Menopause ableiten. Gerade in diesem Lebensabschnitt kommt es aufgrund der hormonellen Umstellung zu einer Verteilung des Körperfettes insbesondere im Bauchbereich. Eine gesunde Ernährung mit minimierter Aufnahme von Kohlenhydraten und Zucker sowie ausreichend sportliche Aktivitäten sind essentielle Schritte, um zentraler Adipositas vorzubeugen. Eine Möglichkeit, die wir anbieten ist der onkologische Rehasport, den wir über unseren Verein Gemeinsam gegen Krebs e.V. anbieten – sprechen Sie uns einfach darauf an.

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