Was ist eine Immuntherapie?

Bei einer gesunden Immunreaktion sterben alte oder defekte Zellen des Körpers ab. Dies ist ein natürlicher, ständig ablaufender Reinigungsprozess. Krebszellen ticken anders. Sie teilen sich weiter, sterben nicht ab und verdrängen immer mehr gesundes Gewebe. Die Immuntherapie verfolgt das Ziel, weiße Blutkörperchen (Leukozyten) so zu aktivieren, dass sie Krebszellen unschädlich machen. Ähnlich wie bei Krankheitserregern, Viren oder Bakterien sollen unsere körpereigenen Abwehrzellen, die sogenannten T-Zellen und natürliche Killerzellen als Teil der Lymphozyten die Krebszellen bekämpfen. Allerdings hat diese Idee einen Haken:

Künstlerische Therapien während einer Krebsbehandlung

Was zunächst für manch einen Krebspatienten wie ein Scherz klingen mag, kann für viele Betroffene ein Segen und Lichtblick im Alltag sein: Künstlerische Therapien. Diese ersetzen selbstverständlich nicht die klassische Schulmedizin und stellen keine Alternative zu den notwendigen Behandlungen dar. Vielmehr kann die Beschäftigung mit künstlerischen Therapien eine Kraftquelle in der veränderten Lebenssituation sein. Viele Patienten, deren Leben sich oft nur noch um die eigene Krankheit, die Therapien, möglicherweise auch um Ängste und Zukunftssorgen dreht, schöpfen hier neue Energie. Betroffene können sich auf angenehme Dinge konzentrieren und sich damit ganz bewusst von negativen und belastenden Gefühlen ablenken. Während der letzten Jahre wurden vermehrt psychoonkologische Studien zu künstlerischen Therapien durchgeführt. Nachweisbar waren die Steigerung des Wohlbefindens sowie eine Stressreduktion.

Was man über Sepsis wissen sollte

Jährlich erkranken allein in Deutschland ca. 300.000 Menschen an einer Blutvergiftung. Mit einer Mortalitätsrate von bis zu 75.000 zählt die Sepsis hierzulande zur dritthäufigsten Todesursache.

Eine lebensbedrohliche Blutvergiftung kann entstehen, wenn Bakterien in den Blutkreislauf gelangen. Hervorgerufen wird dieser Zustand durch eine fehlregulierte Immunantwort des Körpers. Hierbei werden Gewebe und Organe geschädigt, was innerhalb von Stunden zu Organversagen führen kann. Dieses Kriterium unterscheidet die Sepsis von einer unkomplizierten Infektion.

Bei Diagnose Krebs die Psyche stabilisieren - so geht es

Für die meisten Menschen ist es ein Schock, wenn der Arzt ihnen die Diagnose Krebs mitteilt. In dem Moment ist es mitunter unmöglich, dem weiteren Verlauf des Gespräches zu folgen. Betroffene schildern diese Situation als eine Art Dauerrauschen oder den Punkt absoluter Leere. Der Moment, an dem die Welt von jetzt auf gleich stehen bleibt. Nichts ist mehr, wie es war. Im medizinischen Kontext existiert dafür der Begriff „Sturz aus der normalen Wirklichkeit“. Oft wird das eigene Leben nun in ein davor und danach eingeteilt. Der Umgang mit der Diagnose kann sehr unterschiedlich sein. Verzweiflung, Angst, Hilflosigkeit können auftreten, genauso wie Wut und die Frage „Warum ausgerechnet ich?“ Auch Gedanken, wie die Familie, Freunde und Kollegen mit der Erkrankung umgehen und wie sehr ihr Leben durch die eigene Diagnose beeinflusst wird, gehören dazu. Wie wird sich die berufliche und finanzielle Zukunft gestalten? Habe ich Chancen, überhaupt zu überleben? Wenn ja, wird der Krebs ab sofort immer ein Teil meines weiteren Lebens sein? Diese Fragen und Gefühle gehören dazu, denn die Diagnose ist eine Bedrohung der eigenen Existenz.

Senken Vitamin D, Omega 3 und Sport das Krebsrisiko bei Senioren?

Mit höherem Lebensalter steigt statistisch das Risiko, an Krebs zu erkranken. Neben einer gesunden Lebensweise und dem Verzicht auf Rauchen werden Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Sport als geeignete Präventionsmaßnahmen diskutiert. Aufgrund einiger Belege wird vermutet, dass Vitamin D das Wachstum von Krebszellen unterbindet und Omega-3-Fettsäuren die Umwandlung gesunder Zellen in Krebszellen stoppt. Durch regelmäßigen Sport kann das Immunsystem gestärkt und Entzündungen verringert werden. Als einzelne Maßnahme sind diese Faktoren nicht aussagekräftig genug, jedoch könnte die Kombination dieser zur Krebsprävention beitragen. Diese Vermutung bekräftigt PD Dr. Valentin Goede, Leitender Oberarzt am Altersmedizinischen Zentrum des St. Marien-Hospitals in Köln und Leiter des Departments für Onkologische Geriatrie.

ASCO-Konferenz 2022

Der umfangreichste Kongress der klinischen Onkologie, das ASCO Annual Meeting in Chicago, konnte in diesem Jahr nach zwei Jahren Pandemiepause wieder vor Ort stattfinden. Auch eine virtuelle Teilnahme war möglich. Vom 03. bis 07. Juni tauschten sich auf dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) Experten in über 200 Sitzungen über aktuelle Studien, Forschungsergebnissen und neueste Therapien aus.

Bei Mangelernährung ist Vorsicht geboten

Fast jeder zweite Tumorpatient ist betroffen: unfreiwilliger Gewichtsverlust als Folge einer Krebserkrankung. Bei der sogenannten Tumorkachexie verlieren Betroffene Fett- und Muskelmasse und somit Körpergewicht. Bei bestimmten Krebsarten im Kopf-Halsbereich und oberen Magen-Darmtrakt, bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen und bei kleinzelligem Lungenkrebs sind oft sogar noch mehr Patienten betroffen. Da sich eine Abmagerung nicht nur auf den Kräftehaushalt negativ auswirkt sondern auch die Prognose der Erkrankung beeinflusst, ist es ratsam, sich frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.

Sind Nahrungsergänzungsmittel während einer Krebsbehandlung sinnvoll?

Nahrungsergänzungsmittel in Form von Säften oder in Tablettenform sollen einen Nährstoffmangel vorbeugen und gegebenenfalls ausgleichen. Gerade bei Krebspatienten stellt sich die Frage, ob die Einnahme solcher Präparate den Heilungsprozess unterstützen kann oder womöglich Risiken birgt. Eine allgemeine Empfehlung gibt es hierzu nicht.

Diplom Trophologin Uta Fernkäse aus Jena und langjährige Expertin in der onkologischen Ernährungsberatung gibt dazu wichtige Hinweise.

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Der Gebärmutterhals ist von einer Schleimhaut überzogen. Aus Veränderungen einzelner Zellen dieser Schleimhaut können sich Krebsvorstufen entwickeln. Oftmals bilden sich solche Gewebeveränderungen von allein zurück. Wachsen diese jedoch unkontrolliert, dann entsteht daraus ein Tumor am unteren Ausgang der Gebärmutter. Dort verengt sich die Gebärmutter zu einem Kanal. Dieser endet mit dem äußeren Muttermund und verbindet den Gebärmutterkörper mit der Scheide (Zervix).

Wissenswertes über das Morbus Hodgkin-Lymphom

Beim Hodgkin-Lymphom handelt es sich um eine bösartige Erkrankung des lymphathischen Systems. Sie wurde erstmalig von dem Arzt und Pathologen Thomas Hodgkin im Jahr 1832 in London näher dargestellt. Die Krankheit gehört zur Gruppe der malignen Lymphome, der sogenannten bösartigen Lymphknotengeschwülste. Morbus Hodgkin entsteht, wenn bestimmte Zellen des lymphatischen Gewebes, insbesondere die B-Lymphozyten, infolge von Veränderungen im Erbgut entarten. Beim Hodgkin-Lymphom lassen sich in befallenen Lymphknoten und Organe unter dem Mikroskop sogenannte Reed-Sternberg-Riesenzellen nachweisen, die bei Non-Hodgkin-Lymphomen nicht vorkommen. Diese mehrkernigen Zellen entstehen durch Zusammenschluss mehrerer „Hodgkin-Zellen“. Die malignen Schwellungen können Lymphknoten am ganzen Körper betreffen, im fortgeschrittenen Stadium auch Organe wie Leber, Milz, Lunge und das Knochenmark.

Aromatherapie

Aufgrund ihrer positiven, ganzheitlichen Wirkung auf Körper, Geist und Seele werden ätherische Öle immer häufiger im klinischen Bereich angewendet. Mit Erfolg.

Über den sensibelsten und ältesten unserer fünf Sinne, den Geruchssinn, gelangen Duftstoffe direkt zum Gehirn und beeinflussen unbewusst unser Befinden. Im medizinischen Bereich können Aromen gezielt während einer Behandlungsphase eingesetzt werden, um die Genesung zu unterstützen. Etwa 150 ätherische Öle haben sich heutzutage in der rationalen Phytotherapie, also der traditionellen europäischen Pflanzenheilkunde, in der Komplementärmedizin etabliert. Durch speziell medizinisch geschultes Personal in der Aromapflege kann die klassische Schulmedizin ergänzend begleitet werden.

Erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetes mellitus?

Wissenschaftler des Helmholtz Institutes in München forschen seit geraumer Zeit zu den Zusammenhängen zwischen Stoffwechselerkrankungen und einer Tumorentstehung. Erkennbar sei dabei, dass Menschen mit Diabetes-Typ-2 ein bis zu 1,7-fach erhöhtes Risiko für bestimmte Tumorarten haben. Dazu zählen unter anderem Brust-, Darm-, Harnblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei einer genetischen Disposition gehe man auch von Darmkrebs aus. Epidemiologischen Studien belegen, das Übergewicht mit einem 4-fach höheren Risiko einhergeht, an Leberkrebs zu erkranken. Bereits bei einem BMI zwischen 25 und 30 sei das Risiko für bestimmte Tumorarten 1,5- bis 2-fach erhöht.

Kann man Krebs vermeiden?

Ärzte vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) informieren darüber, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen vermeidbar seien. Rund 165.000 Neuerkrankungen pro Jahr sind auf Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, unausgewogene Ernährung sowie Infektionen zurückzuführen. Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender der DKFZ, verweist aufgrund dieser Datenlage auf die Dringlichkeit einer gut funktionierenden Prävention.

Besonderer Kündigungsschutz bei einer Krebserkrankung

Mit der Diagnose Krebs ist plötzlich nichts mehr wie es vorher war. Neben den Ängsten um das eigene Leben, den oft unangenehmen Nebenwirkungen der Therapien und Beeinträchtigungen im Alltag kommen nicht selten Sorgen um den Verlust des Arbeitsplatzes und damit verbundene Existenzprobleme hinzu.
Ein Arbeitgeber hat prinzipiell das Recht, Angestellte auch während einer Krankschreibung zu kündigen. Allerdings gibt es für Krebspatienten Möglichkeiten, diese Maßnahme zu vermeiden und somit zumindest der existenziellen Sorge während der Genesungsphase keinen Raum zu geben.

Fettleber und Krebsrisiko

Die Leber – ein lebenswichtiges Organ

Die Leber ist ein rötlich-braunes Organ mit glatter Oberfläche und gehört mit seinen etwa 1,5 kg zur größten Anhangdrüse des Darmes. Sie liegt beinahe vollständig im rechten Oberbauch, direkt unter dem Zwerchfell, und verläuft mit ihrem linken Rand über den Magen hinweg. Durch den knöchernen Brustkorb ist die Leber geschützt und als zentrales Stoffwechselorgan für verschiedene lebenswichtige Aufgaben zuständig.

Einfluss von Vitamin D bei einer Krebserkrankung

In den letzten Jahren wurde die Bedeutung von Vitamin D aufgrund der zunehmenden Berichterstattung in verschiedenen Medien immer bekannter. Für den Aufbau und die Festigkeit der Knochen und Zähne, für Muskelfunktionen und nicht zuletzt für die Psyche spielt dieses Vitamin, das zu 80 % aus Sonnenlicht und 20 % aus der Ernährung gewonnen wird, scheinbar eine entscheidene Rolle. Doch auch auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auf Infektionen einschließlich COVID-19, auf Tumorerkrankungen und Typ-2-Diabetes soll Vitamin D einen nicht unerheblichen Einfluss haben, wie neueste Studien vermuten lassen.

Neues von der ASCO Konferenz 2021

Wie bereits im vergangenen Jahr fand auch die diesjährige ASCO Konferenz aufgrund der Corona Pandemie nicht in Chicago sondern virtuell statt. Onkologen und Wissenschaftler aus aller Welt kamen zum Annual Meeting zusammen, um sich über die neuesten Forschungen, Datenergebnisse und Therapieansätze auszutauschen. In Videointerviews, Expertenrunden und Kongressberichten wurden neue Trends veröffentlicht und gemeinsam diskutiert. Wir haben Ihnen einige Ergebnisse hier kurz zusammengefasst:

Krebstherapie im Alter

Die Lebenserwartung steigt und mit zunehmenden Alter erhöht sich das Krebsrisiko. Zu dem physiologischen Alterungsprozess kommen geriatrische Faktoren wie Immobilität, Inkontinenz oder geistiger Abbau sowie multimorbide Faktoren wie Hypertonie oder Herzinsuffizienz. Das heißt, die Einnahme von verschiedenen Medikamenten nimmt zu. Mehr als die Hälfte der über 70-jährigen nimmt fünf oder mehr Medikamente pro Tag.

Hilft Kaffee nach dem Darmkrebs das Leben zu verlängern?

Um dieser These auf den Grund zu gehen, wurden 1.171 Patienten mit zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom im Rahmen einer Studie zu ihrem täglichen Kaffeekonsum befragt. Der Wissenschaftler Christopher Mackintosh und sein Team von der Mayo Clinic School of Medicine, Rochester, USA, werteten die Daten zum Verlauf der Kolorektalkarzinome als auch die Daten zur Basiserhebung aus.*

Ist Sport trotz und auch mit Stomaversorgung möglich?

Was ist ein Stoma?

Unter Stoma versteht man eine künstlich geschaffene Verbindung von einem inneren Hohlorgan zur Körperoberfläche. Die Stomaversorgung dient dazu, den Patienten beim  Ausscheiden von Urin oder Stuhl zu unterstützen, wenn dies auf natürlichem Weg aufgrund einer Erkrankung oder Operation nicht mehr möglich ist. Hier können beispielsweise ein künstlicher Darmausgang oder ein künstlicher Blasenausgang eine Möglichkeit sein.

Wie die Psyche unseren Körper beeinflusst

Sorgen, die auf den Magen schlagen oder der Rucksack des Lebens, der auf unseren Schultern lastet... Das Probleme, Ängste oder psychische Leiden auch Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit haben können, ist keine neue Erkenntnis. Doch in welchem Ausmaß und welche daraus resultierenden physischen Beeinträchtigungen sich aus einer angeschlagenen Psyche entwickeln, zeigt eine groß angelegte Registerstudie mit Daten von circa sechs Millionen Dänen. Die Ergebnisse sind im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht worden.

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